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Förderung durch den Europäischen Forschungsrat

Prof. Max Hansmann erhält Proof of Concept Grant

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  • Neues aus der Fakultät 2026
Portrait Max Hansmann © Bettina Engel-Albustin
Prof. Max Hansmann
Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat Prof. Max Hansmann für einen Proof of Concept Grant ausgewählt. In seinem Projekt „SPIROPENT“ wird er neue dreidimensionale Bausteine für pharmazeutische Anwendungen entwickeln. Die Förderung in Höhe von 150.000 Euro dient dazu, Ideen aus ERC-Projekten in die prak­ti­sche Anwendung zu überführen. Prof. Hansmann hatte bereits 2022 einen ERC Starting Grant eingeworben, in dem er grundlegend neue Substanzklassen der organischen Chemie erforscht.

Medikamente bestehen häufig aus flachen, zweidimensionalen Bau­stei­nen der organischen Chemie, die meist über eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung (C‒C) oder eine Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung (C‒N) miteinander verknüpft sind. Prof. Hansmann und sein Team forschen daran, auch dreidimensionale organische Ver­bin­dun­gen für die Arzneimittelentwicklung nutzbar zu machen. Solche Wirkstoffstrukturen haben den Vorteil, dass sie pharmakokinetische Eigenschaften verbessern, also beispielsweise besser wasserlöslich oder metabolisch stabiler sind. Auch die Bindungstaschen von Proteinen, die häufig das Ziel von Medikamenten im Körper sind, können räumlich komplexe Wirkstoffmoleküle gut binden. In der pharmazeutischen Chemie besteht daher ein großes Interesse daran, neue dreidimensionale Strukturelemente in Wirk­stof­fe zu integrieren, um noch effizientere Medikamente entwickeln zu können.

Hier setzt das Projekt SPIROPENT an: Die Forscher*innen um Prof. Hansmann werden dreidimensionale Grundkörper entwickeln, die sich in Wirkstoffmolekülen anwenden lassen. Dazu nutzen sie sogenannte Spiro[2,2]pentane. Das sind organische Ver­bin­dun­gen, bei denen zwei Ringe aus je drei Kohlenstoffatomen über ein gemeinsames zentrales Kohlenstoffatom miteinander verbunden sind. „Wir werden die Synthese der neuen Bausteine im Detail analysieren und deren Verwendung in der pharmazeutischen Chemie erkunden, mit dem Ziel, neuartige molekulare Bausteine zu entwickeln, die in modernen Medikamenten zum Einsatz kommen könnten“, sagt Hansmann. Die dafür nötige Methode hatte sein Team bereits 2025 entwickelt, in Science publiziert und patentiert. Sie ermöglicht es, gezielt Kohlenstoffatome in organische Grundkörper einzubauen. Basierend auf diesen Erkenntnissen lassen sich im Projekt SPIROPENT nun eine Reihe neuer dreidimensionaler Strukturen herstellen.

Zur Person

Prof. Max Hansmann ist seit 2023 Professor für Organische Chemie an der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie. 2019 hatte er einen Ruf als Juniorprofessor mit Tenure Track an die TU Dortmund angenommen und leitete ab 2020 eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe. 2022 erhielt er einen ERC Starting Grant für das Projekt CC-CHARGED, in dem er fundamental neue Substanzklassen der organischen Chemie erforscht.

Arbeitsgruppe Prof. Hansmann

ERC Proof of Concept Grants 2026

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