Zum Inhalt

Erstmalige Einblicke in die Bindungssituation hochreaktiver Lithiumalkyl-Aggregate

-
in
  • Neues aus der Fa­kul­tät 2021
Grafikillustration © AK-Strohmann​/​TU Dort­mund

Eine aktuelle Publikation der Arbeits­gruppe von Herrn Prof. Carsten Strohmann in der re­nom­mier­ten Fach­zeitschrift Journal of the American Chemical Society wird im Jahresrückblick der Trendberichte der An­or­ga­ni­schen Chemie in der GDCh-Zeitschrift „Nach­richten aus der Chemie“ als eines der Highlights des Jahres 2020 aufgeführt.

Lithiumalkyle sind technisch bedeutende, hochreaktive Synthesebausteine für ein breitgefächertes Anwendungsspektrum. Dieses reicht von großtechnischen Einsätzen als anionische Startreagenzien für wichtige Polymerisationsreaktionen bis hin zur effizienten Synthese von biologisch relevanten Wirkstoffen. Die Reaktivität dieser Verbindungen hängt maß­geb­lich von ihrer vorliegenden Aggregation ab, weshalb präzise Aussagen über die elek­tro­ni­sche Natur der Lithiumalkyle von großem In­te­res­se­ sind. Das Kristallisieren von Lithiumalkylreagenzien und die Un­ter­su­chung ent­sprech­en­der Kristalle bei tiefen Temperaturen stellt immer eine große Her­aus­for­de­rung dar.

In Zu­sam­men­arbeit mit der Arbeits­gruppe von Prof. Dietmar Stalke aus Göttingen konnte der Ar­beits­kreis von Prof. Carsten Strohmann erstmals eine ex­peri­men­telle Un­ter­su­chung der Elektronendichte an hochreaktiven Lithiumalkyl-Aggregaten erzielen. Gelingen konnte dies durch die hochaufgelöste Röntgendiffraktometrie an Kristallen dreier verschiedener Aggregate der Lithiumalkyle tert-Butyllithium und iso-Propyllithium, welche durch die Aminliganden (-)-Spartein bzw. Chinuclidin stabilisiert wer­den. Die außerordentliche Qua­li­tät der Kristalle ermöglichte dabei erstmals einen Einblick in die in Fachkreisen kontrovers diskutierte elek­tro­ni­sche Situation der Kohlenstoff-Lithium-Kontakte. Es konnte dabei gezeigt wer­den, dass der ionische Charakter in kleineren Aggregaten am stärksten ausgeprägt ist, sodass diese den Einbau kleiner Fremdionen wie Chlorid begünstigen. Die umfangreichen experimentellen und theoretischen Untersuchungen wurden in der re­nom­mier­ten Fach­zeitschrift Journal of the American Chemical Society ver­öf­fent­licht.

 

Publikation:

Insight into the Bonding and Aggregation of Alkyllithiums by Experimental Charge Density Studies and Energy Decomposition Analyses:
A. Münch, L. Knauer, H. Ott, C.P. Sindlinger, R. Herbst-Irmer, C. Strohmann, D. Stalke,
J. Am. Chem. Soc. 2020, 142, 15897-15906.

 

Trendberichte der An­or­ga­ni­schen Chemie in der GDCh-Zeitschrift Nach­richten aus der Chemie“

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.