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Win­ter­se­mes­ter 2003/04

Prüfungsordnung
für den Stu­di­en­gang
“Master of Science in Chemischer Biologie”
an der Uni­ver­si­tät Dort­mund
vom 25. September 2003

Win­ter­se­mes­ter 2003/04 (Stand: 25.09.2003)

Aufgrund des § 2 Absatz 4 und des § 94 Absatz 1 des Gesetzes über die Hoch­schu­len des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz - HG) vom 14.3.2000 (GV.NW.S.190), zuletzt geändert durch Gesetz vom 18.12.2002 (GV. NRW S. 644), hat die Uni­ver­si­tät Dort­mund folgende Ordnung erlassen:

I. Allgemeines

(1)
Lehre und Stu­di­um vermitteln den Stu­die­ren­den unter Be­rück­sich­ti­gung der An­for­de­run­gen und Veränderungen in der Berufswelt und der fachübergreifenden Bezüge die er­for­der­lichen Fachkenntnisse, Fähigkeiten und Methoden so, dass sie zu selbständiger wis­sen­schaft­licher Ar­beit, kritischer Einordnung und verantwortlichem Anwenden wis­sen­schaft­licher Erkennt­nisse und Methoden befähigt wer­den.

(2)
Die Master-Prüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluss dieses Studiengangs. Durch sie soll festgestellt wer­den, ob die Kandidatin/der Kandidat die Zu­sam­men­hän­ge des Faches überblickt und in der Lage ist, selbständig wis­sen­schaft­liche Methoden und Erkennt­nisse in der beruflichen Praxis bei Forschungs- und Entwicklungsaufgaben problemorientiert anzuwenden.

Auf der Grundlage der bestandenen Master-Prüfung verleiht die Uni­ver­si­tät Dort­mund den aka­de­mischen Grad „Master of Science in Chemischer Biologie“ (M. Sc. Chem. Biol.).

(1)
Zugangsvoraussetzung für diesen Stu­di­en­gang ist der erfolgreiche Abschluss eines Bachelor-Studienganges im Fach Biochemie an einer Uni­ver­si­tät im Geltungsbereich des Grundgesetzes mit einer Regel­studien­zeit von min­des­tens 6 Semestern oder eine durch Rechtsvorschriften gleichgestellte Aus­bil­dung.

(2)
Die Bachelor-Stu­di­en­gän­geChe­mi­sche Biologie“ und „Chemie“ an der Uni­ver­si­tät Dort­mund sind dem in Absatz (1) genannten Stu­di­en­gang gleichgestellt.

(3)
Hat die Studienbewerberin/der Studienbewerber in ei­nem Master-Stu­di­en­gang Biochemie oder in ei­nem Diplom-Stu­di­en­gang Biochemie an einer Hoch­schu­le im Geltungsbereich des Grundgesetzes oder in den Master-Stu­di­en­gän­gen „Chemie“ oder „Che­mi­sche Biologie“ der Uni­ver­si­tät Dort­mund eine nach der jeweiligen Prüfungsordnung erforderliche Prüfung endgültig nicht bestanden, so gilt dies als Zugangshindernis im Sinne von § 68 Abs. (1) Buchstabe b) HG.

(1)
Die Regel­studien­zeit beträgt ein­schließ­lich der Master-Ar­beit vier Se­mes­ter.

(2)
Das Stu­di­um gliedert sich in Studienmodule, für die bei erfolgreichem Abschluß Leistungspunkte (Credits) entsprechend dem European Credit Transfer System (ECTS ) ver­ge­ben wer­den und eine Ab­schluss­ar­beit (Master-Ar­beit), die von der Kandidatin/dem Kandidaten in ei­nem Kolloquium fachbereichsöffentlich vor­ge­stellt wird.

(3)
Der Studienumfang beträgt ins­ge­samt 120 Leistungspunkte (Credits). Diese verteilen sich auf 90 Leistungspunkte aus Studienmodulen nach Absatz (5), 25 Leistungspunkte für die in der Regel im 4. Fach­se­mes­ter durchzuführende Master-Ar­beit und 5 Leistungspunkte für das abschließende Kolloquium. Von den 90 Leistungspunkten aus Studienmodulen sind höchs­tens 21 in che­mi­schen oder anderen na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Fächern davon höchs­tens 8 in ergänzenden nicht-na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Fächern zu erwerben.

(4)
Der Erwerb von Leistungspunkten für die Studienmodule erfolgt durch Prüfungen/Prüfungsleistungen, die studienbegleitend durch­ge­führt/erbracht wer­den. Sie bilden zu­sam­men mit der Master-Ar­beit und dem abschließenden Kolloquium gemäß den Re­ge­lung­en in Abschnitt II dieser Prüfungsordnung die Prüfung zum Master of Science in „Chemischer Biologie“.

(5)
Die Studienmodule umfassen Lehr­ver­an­stal­tun­gen im Umfang von ins­ge­samt 85 Semesterwochenstunden (SWS).

(6)
Die Inhalte sind so aus­ge­wählt und begrenzt, dass das Stu­di­um in der Regel­studien­zeit ab­ge­schlos­sen wer­den kann.

(1)
Die für den Erwerb von Leistungspunkten jeweils geforderten Prüfungsleistungen sollen in direktem Zu­sam­men­hang mit den oder im Anschluss an die zu ei­nem Studienmodul gehörenden Lehr­ver­an­stal­tun­gen erbracht wer­den.

(2)
Die Ab­schluss­prü­fung für ein Studienmodul soll in dem Se­mes­ter durch­ge­führt wer­den, in dem die letzte zu diesem Modul gehörende Lehr­ver­an­stal­tung stattfindet. Der erste für dieses Modul vorgesehene Prüfungstermin soll spätestens drei Wochen nach Ende der Vorlesungszeit für diese letzte Ver­an­stal­tung des Moduls liegen, bei Blockveranstaltungen spätestens drei Wochen nach Ende der letzten Ver­an­stal­tung des Moduls; ein zweiter Prüfungstermin liegt in den letzten drei Wochen vor Beginn der Vorlesungszeit des nächsten Semesters, bei Blockveranstaltungen in ei­nem Zeitraum von drei Wochen, der frühestens drei Wochen nach dem ersten Prüfungstermin beginnt. Dieser zweite Prüfungstermin zählt jeweils zu dem Se­mes­ter, zu dem der erste Prüfungstermin des Studienmoduls gehörte. Die Prüfungsform muss bei beiden Prüfungsterminen gleich sein.

(3)
Für Studienmodule, deren Lehr­ver­an­stal­tun­gen mit im Wesentlichen gleichen fach­li­chen Lehrinhalten in jährlichem Turnus abgehalten wer­den, sind die jeweils zugehörigen Prüfungen nach Absatz (2) zugleich Wiederholungstermine für Kandidatinnen/Kandidaten, die die ersten beiden Termine für dieses Studienmodul nicht bestanden oder nicht wahrgenommen haben.

(4)
Für Studienmodule, deren Lehr­ver­an­stal­tun­gen nicht mit fachlich gleichen Lehrinhalten in jährlichem Turnus abgehalten wer­den, wer­den je ein weiterer Wiederholungstermin in den ersten drei Wochen nach Ende der Vorlesungszeit des folgenden Semesters und in den letzten drei Wochen vor Beginn der Vorlesungszeit des darauf folgenden Semesters an­ge­bo­ten. Ein Anspruch auf wei­tere Wiederholungstermine besteht nicht.

(5)
Nimmt eine Kandidatin/ein Kandidat bei ununterbrochenem Stu­di­um entsprechend dem empfohlenen Studienplan den ersten Prüfungstermin nach Absatz (2) für den Erwerb der Leistungspunkte eines Studienmoduls wahr und wer­den die Leistungspunkte für dieses Studienmodul aus­schließ­lich durch eine ein­zel­ne münd­li­che Prüfung oder eine ein­zel­ne Klausur erworben, so kann sie/er unabhängig vom Bestehen dieser Prüfung auch an dem un­mit­tel­bar folgenden Termin an der Prüfung teilnehmen. Beide Prüfungen zu­sam­men gelten als ein Prüfungsversuch; gewertet wird das bessere der beiden Er­geb­nisse.

(6)
Die Wiederholung nicht bestandener Prüfungen/Prüfungsleistungen ist in § 17 geregelt.

(7)
Die Prüfungstermine für unterschiedliche Studienmodule, die dieselbe Studierendengruppe betreffen, sollen nach Mög­lich­keit so koordiniert wer­den, dass nicht zwei Prüfungen zu un­ter­schied­lichen Studienmodulen am selben Tag statt­finden.

(1)
Für die durch diese Prüfungsordnung zugewiesenen Aufgaben bildet der Fachbereich Chemie einen Prü­fungs­aus­schuss. Der Prü­fungs­aus­schuss besteht aus der Dekanin/dem Dekan als der/dem Vorsitzenden, drei wei­te­ren hauptamtlich am Fachbereich Chemie tätigen Pro­fesso­rin­nen/Pro­fes­soren, darunter der Stellvertreterin/dem Stellvertreter der/des Vorsitzenden, einer wis­sen­schaft­lichen Mit­ar­bei­te­rin/ei­nem wis­sen­schaft­lichen Mit­ar­bei­ter und zwei Stu­die­ren­den des Fachbereichs Chemie, die für diesen Master-Stu­di­en­gang oder einen anderen Stu­di­en­gang des Fachbereichs Chemie der Uni­ver­si­tät Dort­mund mit fachlich min­des­tens gleichwertigem Abschluss eingeschrieben sind. Die Stellvertreterin/der Stellvertreter der/des Vorsitzenden und die wei­te­ren nichtstudentischen Mitglieder des Prüfungsausschusses wer­den für zwei Jahre, die stu­den­tischen Mitglieder für ein Jahr vom Fachbereichsrat gewählt. Für die Mitglieder des Prüfungsausschusses mit Ausnahme der/des Vorsitzenden und deren/dessen Stellvertreterin/Stellvertreter wer­den vom Fachbereichsrat Ver­tre­te­rin­nen/Ver­tre­ter gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Die Zusammensetzung des Prüfungsausschusses ist durch Aushang am „Schwarzen Brett“ des Dekanats bekanntzugeben.

(2)
Die Dekanin/der Dekan kann für die Dauer seiner Amtszeit den Vorsitz in diesem Prü­fungs­aus­schuss im Einvernehmen mit dem Fachbereichsrat auf die Prodekanin/den Prodekan für Stu­di­um und Lehre oder auf eine andere Professorin/einen anderen Professor des Fachbereichs übertragen.

(3)
Der Prü­fungs­aus­schuss sorgt für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen und achtet darauf, dass die Bestimmungen der Prüfungsordnung ein­ge­hal­ten wer­den. Er ist ins­be­son­de­re zuständig für die Entscheidung über Widersprüche gegen in Prüfungsverfahren getroffene Ent­schei­dun­gen. Darüber hinaus be­rich­tet der Prü­fungs­aus­schuss dem Fachbereichsrat regelmäßig, min­des­tens einmal im Jahr, über die Ent­wick­lung der Prüfungen und Studienzeiten. Er gibt An­re­gung­en zur Reform der Prüfungsordnung, der Studienordnung und der Studienpläne. Der Prü­fungs­aus­schuss kann die Erledigung seiner Aufgaben für alle Regelfälle auf die Vorsitzende/den Vorsitzenden übertragen; dies gilt nicht für Ent­schei­dun­gen über Widersprüche und den Bericht an den Fachbereichsrat.

(4)
Der Prü­fungs­aus­schuss ist beschlussfähig, wenn neben der/dem Vorsitzenden oder deren/dessen Stellvertreterin/Stellvertreter und einer wei­te­ren Professorin/ei­nem wei­te­ren Professor noch min­des­tens zwei wei­tere stimmberechtigte Mitglieder anwesend sind. Er beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der/des Vorsitzenden. Die stu­den­tischen Mitglieder des Prüfungsausschusses wirken bei pädagogisch-wis­sen­schaft­lichen Ent­schei­dun­gen, ins­be­son­de­re bei der Beurteilung, An­er­ken­nung oder Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen und der Bestellung von Prüferinnen/Prüfern und Beisitzerinnen/Beisitzern, nicht mit.

(5)
Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, bei der Abnahme von Prüfungen zugegen zu sein.

(6)
Die Sitzungen des Prüfungsausschusses sind nichtöffentlich. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses, ih­re Stellvertreterinnen/Stellvertreter, die Prüferinnen und Prüfer sowie die Beisitzerinnen und Beisitzer unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öf­fent­lichen Dienst stehen, sind sie durch die Vorsitzende/den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.

(7)
Die lau­fen­den Geschäfte des Prüfungsausschusses übernimmt die Abteilung für Einschreibungs- und Prüfungs­angelegen­heiten der Uni­ver­si­tät Dort­mund.

(1)
Der Prü­fungs­aus­schuss bestellt die Prüferinnen/Prüfer sowie die Beisitzerinnen/Beisitzer. Zu Prüferinnen/Prüfern dürfen nur Pro­fesso­rin­nen/Pro­fes­soren, Hochschuldozentinnen/Hochschuldozenten, Privatdozentinnen/Privatdozenten und Lehrbeauftragte bestellt wer­den, die in dem der Prüfung vorangehenden Studienabschnitt eine selbständige Lehrtätigkeit in dem Prüfungsfach an der Uni­ver­si­tät Dort­mund ausgeübt haben. Zur Beisitzerin oder zum Beisitzer darf nur bestellt wer­den, wer die ent­spre­chende Master-Prüfung oder eine min­des­tens gleichwertige Prüfung abgelegt hat. Als gleichwertig im Sinne dieser Prüfungsordnung gilt die Diplom-Prüfung in Chemie oder Biochemie an einer Uni­ver­si­tät.

(2)
Die Prüferinnen und Prüfer sind in ihrer Prüfungstätigkeit unabhängig.

(3)
Für die Master-Ar­beit kann die Kandidatin/der Kandidat die erste Prüferin/den ersten Prüfer vorschlagen. Auf die Vorschläge der Kandidatin/des Kandidaten soll nach Mög­lich­keit Rücksicht ge­nom­men wer­den.

(4)
Die/der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sorgt dafür, dass der Kandidatin/dem Kandidaten die Namen der Prüferinnen und Prüfer rechtzeitig, min­des­tens zwei Wochen vor dem Termin der jeweiligen Prüfung, bekannt gegeben wer­den.

II. Prüfungsverfahren und Prüfungen

(1)
Zu der Master-Prüfung wird nur zugelassen, wer an der Uni­ver­si­tät Dort­mund im Master-Stu­di­en­gangChe­mi­sche Biologie“ eingeschrieben oder nach §71 Abs. 2 HG als Zweithörerin/Zweithörer zugelassen ist. Abweichend von Satz 1 kann im ersten Fach­se­mes­ter dieses Studienganges zu Prüfungen/zum Erbringen von Prüfungsleistungen auch zugelassen wer­den, wer an der Uni­ver­si­tät Dort­mund für einen der Bachelor-Stu­di­en­gän­ge „Chemie“ oder „Che­mi­sche Biologie“ eingeschrieben oder nach §71 Abs. 2 HG als Zweithörerin/Zweithörer zugelassen ist und alle für den er­folg­rei­chen Abschluss des jeweiligen Studiengangs er­for­der­lichen Studien- und Prüfungsleistungen nachweislich er­folg­reich erbracht hat.

(2)
Der Antrag auf Zulassung zur Master-Prüfung ist spätestens vier Wochen vor der ersten Prüfung/Prüfungsleistung im ersten am Fachbereich Chemie der Uni­ver­si­tät Dort­mund absolvierten Studienmodul dieses Studiengangs schriftlich über die Abteilung für Einschreibungs- und Prüfungs­angelegen­heiten der Uni­ver­si­tät Dort­mund an die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. Dem Antrag sind beizufügen

  • der Nachweis über das Vorliegen der Zulassungsvoraussetzungen nach Absatz (1),
  • eine Erklärung da­rü­ber, ob die Kandidatin/der Kandidat bereits eine Prüfung in ei­nem Master-Stu­di­en­gang Biochemie oder in ei­nem Diplomstudiengang Biochemie an einer Uni­ver­si­tät oder einer anderen Hoch­schu­le im Geltungsbereich des Grundgesetzes oder im Master-Stu­di­en­gang Chemie am Fachbereich Chemie der Uni­ver­si­tät Dort­mund nicht oder endgültig nicht bestanden hat, ob sie/er den Prüfungsanspruch nach §19 Abs. 6 verloren hat oder ob sie/er sich in ei­nem anderen Prüfungsverfahren befindet.

(3)
Über die Zulassung entscheidet der Prüfungsausschuß. Die Zulassung ist abzulehnen, wenn

  • die in Absatz (1) genannten Voraus­set­zun­gen nicht erfüllt oder die beizubringenden Unterlagen unvollständig sind oder
  • die Kandidatin/der Kandidat eine Prüfung in ei­nem Master-Stu­di­en­gang Biochemie oder in ei­nem Diplomstudiengang Biochemie an einer Uni­ver­si­tät oder einer anderen Hoch­schu­le im Geltungsbereich des Grundgesetzes oder im Master-Stu­di­en­gang Chemie am Fachbereich Chemie der Uni­ver­si­tät Dort­mund endgültig nicht bestanden hat oder
  • die Kandidatin/der Kandidat sich an einer anderen Hoch­schu­le im gleichen Stu­di­en­gang in ei­nem nicht abgeschlossenen Prüfungsverfahren befindet.

(4)
Die Zulassung erlischt zu dem Zeitpunkt, ab dem eine der Zulassungsvoraussetzungen nicht mehr vorliegt, die Prüfung in ei­nem Studienmodul endgültig nicht bestanden ist oder die Zulassung nach §19 Abs. (6) entzogen wird. Prüfungsleistungen, die ohne Vorliegen der Zulassung zur Master-Prüfung erbracht wer­den, gelten als nicht erbracht.

Für die Teil­nah­me an der Prüfung/Erbringung der Prüfungsleistungen zum Erwerb der Leistungspunkte  für ein Studienmodul nach § 10 Abs. (3) muss sich die Kandidatin/der Kandidat jeweils innerhalb der durch Aushang bekannt gegebenen Frist bei der Abteilung für Einschreibungs- und Prüfungs­angelegen­heiten der Uni­ver­si­tät Dort­mund an­mel­den. Dieses prüft das Vorliegen der Zulassung zur Master-Prüfung sowie das Vorliegen eventueller weiterer Voraus­set­zun­gen zur Teil­nah­me an der jeweiligen Prüfung und teilt der Prüferin/dem Prüfer die zur Teil­nah­me berechtigten Kandidatinnen/Kandidaten mit. Bestehen bei einer Kandidatin/ei­nem Kandidaten Zweifel am Vorliegen der Zulassung oder der wei­te­ren Teilnahmevoraussetzungen, ist der Prü­fungs­aus­schuss zu be­tei­li­gen.

(1)
Für alle Prüfungen/Prüfungsleistungen gilt als Grundsatz, dass Form und Inhalt der Prüfung dem Studienfortschritt und der Be­deu­tung des zu prüfenden Sachgebietes für das Erreichen des Studienzieles angemessen sein sollen.

(2)
Erfolgreich abgeschlossene Studienmodule führen zum Erwerb von benoteten Leistungspunkten (Credits). Sofern diese Prüfungsordnung oder die Studienordnung für diesen Stu­di­en­gang nicht be­stimm­ten Studienmodulen die Anzahl der Leistungspunkte fest zuordnet, wer­den in der Regel einer Semesterwochenstunde (SWS) bei Vorlesungen und Se­mi­na­ren 1,5 Leistungspunkte, bei Übungen 1 Leistungspunkt und bei Praktika 0,75 Leistungspunkte zugeordnet. Abweichungen hiervon bedürfen der Zustimmung des Prüfungsausschusses.

(3)
Studienmodule wer­den er­folg­reich ab­ge­schlos­sen durch min­des­tensaus­rei­chend“ bewertete Prüfungen oder Prüfungsleistungen in Form von

  • Klausuren
  • münd­lichen Prüfungen
  • testierten Praktikumsleistungen
  • Vorträgen auf der Basis schriftlicher Aus­ar­bei­tung­en
  • schriftlichen Aus­ar­bei­tung­en.

Diese Prüfungsordnung oder die Studienordnung zu diesem Stu­di­en­gang kann für ein­zel­ne Studienmodule Kombinationen dieser Prüfungsformen verbindlich vorsehen oder Teilprüfungen zulassen.

(4)
Sofern diese Prüfungsordnung oder die Studienordnung für diesen Stu­di­en­gang die Erbringungsform für das jeweilige Studienmodul nicht verbindlich regelt, wer­den die Erbringungsform sowie bei Klausuren und Prüfungsvorträgen die Prüfungsdauer von den Prüferinnen/Prüfern zu Beginn der zu ei­nem Studienmodul gehörenden Ver­an­stal­tun­gen durch Aushang am „Schwarzen Brett“ des Dekanats bekannt gegeben.

(5)
Macht die Kandidatin/der Kandidat durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass sie/er wegen ständiger körperlicher Be­hin­derung nicht in der Lage ist, eine Leistung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat ihr/ihm die/der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zu gestatten, gleichwertige Leis­tun­gen in einer anderen Form zu erbringen. Experimentelle Leis­tun­gen aus Praktika kön­nen dabei nicht durch theoretische Leis­tun­gen ersetzt wer­den.

(6)
Die Bearbeitungszeit für eine Klausur beträgt min­des­tens 2, höchs­tens 4 Stunden. Die Klausurarbeiten wer­den unter Aufsicht durch­ge­führt und sind nicht öffentlich. Die jeweils zugelassenen Hilfsmittel wer­den von der Prüferin/dem Prüfer spätestens zu Beginn der Anmeldefrist (§ 9) durch Aushang bekannt gegeben.

(7)
Die Dauer mündlicher Prüfungen beträgt min­des­tens 20 Minuten und höchs­tens 45 Minuten. Die wesentlichen Gegenstände und Er­geb­nisse der münd­lichen Prüfung sind in ei­nem Protokoll festzuhalten. Das Ergebnis der Prüfung ist der/dem Stu­die­ren­den im Anschluss an die münd­li­che Prüfung bekannt zu ge­ben.

(8)
Prüfungsvorträge sind öffentlich. Sie sollen min­des­tens 30 Minuten und höchs­tens 45 Minuten dauern. Für die Diskussion des Vortragsinhalts, die von der Prüferin/dem Prüfer geleitet wird, ist ein angemessener Anteil der Vortragsdauer vorzusehen. Absatz (7) Sätze 2 und 3 sowie Absatz (10) Satz 2 gelten sinngemäß; in der Regel ist das Protokoll von der Beisitzerin/dem Beisitzer zu führen. Bei der Be­ra­tung und Bekanntgabe des Ergebnisses ist die Öf­fent­lich­keit aus­zu­schlie­ßen.

(9)
Schriftliche Aus­ar­bei­tung­en kön­nen aus ei­nem Gesamtbericht oder mehreren Einzelberichten bestehen.

(10)
Schriftliche Prüfungsleistungen sind von zwei Prüferinnen/Prüfern (§ 7) zu be­wer­ten. Mündliche Prüfungsleistungen sind von min­des­tens einer Prüferin/ei­nem Prüfer in Gegenwart min­des­tens einer sachkundigen Beisitzerin/eines sachkundigen Beisitzers (§ 7) abzunehmen. Vor der Festsetzung der Note ist die Beisitzerin/der Beisitzer zu hören.

(11)
Sowohl schrift­li­che als auch münd­li­che Prüfungsleistungen kön­nen im Einvernehmen zwischen Prüferin/Prüfer und Kandidatin/Kandidat in deutscher und englischer Spra­che erbracht wer­den.

(1)
Durch die Prüfungen in den Studienmodulen als Bestandteilen der Master-Prüfung soll die Kandidatin/der Kandidat nachweisen, dass sie/er die wesentlichen Inhalte und Methoden der Prüfungsfächer beherrscht sowie die erworbenen Kennt­nisse und Fähigkeiten selbständig anwenden und mit­ei­nan­der verknüpfen kann.

(2)
Die Master-Ar­beit ist zu­sam­men mit dem abschließenden Kolloquium Be­stand­teil der wis­sen­schaft­lichen Aus­bil­dung und zugleich abschließende Prüfungsleistung in diesem Stu­di­en­gang. In der Master-Ar­beit soll die Kandidatin/der Kandidat eine im Umfang angemessene ex­peri­men­telle oder theoretische Aufgabe aus dem Gebiet der „Chemischen Biologie“ in ei­nem vorgegebenen zeitlichen Rah­men strukturieren und unter wis­sen­schaft­lichen Gesichtspunkten selbständig bearbeiten.

(3)
In dem Kolloquium soll die Kandidatin/der Kandidat zeigen, dass sie/er in der Lage ist, ein selbst durchgeführtes Projekt im Zu­sam­men­hang darzustellen, die von ihr/ihm gewählte Vorgehensweise zu begründen und in einer Diskussion in ei­nem erweiterten fach­li­chen Rah­men zu verteidigen.

(4)
Die Master-Prüfung ist bestanden, wenn ins­ge­samt 120 Leistungspunkte (Credits) erworben wurden. Diese setzen sich zu­sam­men aus 90 Leistungspunkten für Prüfungen/Prüfungsleistungen in den Studienmodulen dieses Studiengangs (siehe § 10) von denen bis zu 35 durch An­er­ken­nung von Studienleistungen (siehe § 18) erworben wer­den kön­nen und aus 30 Leistungspunkten für die er­folg­reich an der Uni­ver­si­tät Dort­mund durchgeführte Master-Ar­beit (25 Leistungspunkte) ein­schließ­lich des abschließenden Kolloquiums (5 Leistungspunkte).

(5)
Voraussetzung für die Annahme und Bewertung der Master-Ar­beit und der Zulassung zum abschließenden Kolloquium entsprechend der Regelung in § 15 ist der erfolgreiche Erwerb der 90 Leistungspunkte aus den Studienmodulen.

(6)
Prüfungsfächer im Sinne dieser Ordnung sind

  1. Che­mi­sche Biologie“ und „Biologisch-Che­mi­sche Mikrostrukturtechnik“ (min­des­tens 60 Leistungspunkte),
  2. Weitere che­mi­sche/na­tur­wis­sen­schaft­li­che Studien (höchs­tens 21 Leistungspunkte) ,
  3. Ergänzende nicht-na­tur­wis­sen­schaft­li­che Studien (höchs­tens 8 Leistungspunkte von den unter b) genannten 21 Leistungspunkten).

(7)
Die Studien in Chemischer Biologie und Biologisch-Chemischer Mikrostrukturtechnik setzten sich zu­sam­men aus min­des­tens 3 höchs­tens 4 Wahlpflichtpraktika in den Gebieten

  1. Bioanorganische Chemie
  2. Bioorganische Chemie
  3. Biophysikalische Chemie
  4. DNA -u. Protein-Microarrays
  5. Molecular Modeling
  6. Rekombinante DNA u. Protein-Expression

je ei­nem Seminar in den beiden Prüfungsfächern nach Absatz (6) Buchstabe (a), 1 Forschungspraktikum mit Hauptseminar sowie min­des­tens 5 Wahlpflichtvorlesungen, davon min­des­tens 2, die den Fächern Bioanorganische, Bioorganische oder Biophysikalische Chemie zuzuordnen sind und je 1 in den Fächern „Biologisch-Che­mi­sche Mikrostrukturtechnik“ und „molekulare Biowissenschaften“.

(8)
Die wei­te­ren che­mi­schen/na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Studien umfassen höchs­tens 1 Wahlpflichtpraktikum (9 Leistungspunkte) aus den Fächern An­or­ga­ni­sche, Organische und Physikalische Chemie aus dem Master­studien­gang Chemie und Wahlpflichtvorlesungen aus dem Master­studien­gang Chemie oder anderen Fächern, durch die  höchs­tens 12 Leistungspunkte (§ 10 Abs. (2)) erworben wer­den kön­nen. Von diesen 12 Leistungspunkten kön­nen höchs­tens 8 aus nicht-na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Fächern angerechnet wer­den.

(1)
Zur Bewertung der Leis­tun­gen in diesem Stu­di­en­gang wer­den zwei Notensysteme ver­wen­det.

a) Die Noten für die Prüfungsleistungen und die Bachelor-Ar­beit wer­den von den jeweiligen Prüferinnen/Prüfern nach dem folgenden Notensystem festgesetzt:

1 = sehr gut = eine her­vor­rag­ende Leistung,
2 = gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen An­for­de­run­gen liegt,
3 = befriedigend = eine Leistung, die durchschnittlichen An­for­de­run­gen entspricht,
4 = aus­rei­chend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den An­for­de­run­gen genügt,
5 = nicht aus­rei­chend = eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den An­for­de­run­gen nicht mehr genügt.

Durch Erniedrigung oder Erhöhung einzelner Noten um 0,3 kön­nen zur differenzierten Bewertung Zwischenwerte gebildet wer­den; die Noten 0,7 / 4,3 / 4,7 und 5,3 sind dabei aus­ge­schlos­sen.
Die Bil­dung der Fachnoten nach Absatz (3) und der Gesamtnote nach Absatz (4) erfolgt eben­falls in diesem Notensystem. Abweichend von Satz 3 wer­den bei den Fachnoten und der Gesamtnote die Mittelwerte mit der ersten Nachkommastelle ohne Rundung angegeben.

b) Die Fachnoten und die Gesamtnote wer­den an­schlie­ßend in das ECTS-Notensystem umgerechnet:

A = in der Regel die besten ca. 10% der er­folg­rei­chen Kandidatinnen/Kandidaten eines Jahrgangs
B = in der Regel die auf A folgenden ca. 25% der er­folg­rei­chen Kandidatinnen/Kandidaten eines Jahrgangs
C = in der Regel die auf B folgenden ca. 30% der er­folg­rei­chen Kandidatinnen/ Kandidaten eines Jahrgangs
D = in der Regel die auf C folgenden ca. 25% der er­folg­rei­chen Kandidatinnen/ Kandidaten eines Jahrgangs
E = in der Regel die letzten ca. 10% der er­folg­rei­chen Kandidatinnen/Kandidaten eines Jahrgangs
F = die minimalen Kriterien wurden unterschritten

(2)
Benotete Leistungspunkte kön­nen für ein Studienmodul nur erworben wer­den, wenn alle für ihren Erwerb notwendigen Prüfungsleistungen mit min­des­tensaus­rei­chend“ (4,0) be­wer­tet worden sind.

(3)
Die Fachnoten in den Prüfungsfächern (§ 11 Abs. (6)) errechnen sich aus dem Durchschnitt der Noten der zugehörigen Studienmodule, die jeweils  mit der Anzahl der ihnen zugeordneten Leistungspunkte gewichtet wer­den.

(4)
Die Gesamtnote für die Master-Prüfung errechnet sich aus der Note für die Master-Ar­beit als Mittelwert aus den Noten der beiden Gutachter oder gemäß der Festsetzung durch den Prü­fungs­aus­schuss nach § 14 Abs. (3) und aus den Noten für die Studienmodule und das Kolloquium. Dabei wer­den die Einzelnoten mit der jeweiligen Anzahl der Leistungspunkte gewichtet.

(5)
Die Fachnoten und die Gesamtnote lauten bei ei­nem Mittelwert bis 1,5 = sehr gut, bei ei­nem Mittelwert über 1,5 bis 2,5 = gut, bei ei­nem Mittelwert über 2,5 bis 3,5 = befriedigend, bei ei­nem Mittelwert über 3,5 bis 4,0 = aus­rei­chend. Bei der Bil­dung der Fach- und Gesamtnoten wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle wei­te­ren Stellen wer­den ohne Rundung gestrichen.

(6)
Die Fachnoten und die Gesamtnote gemäß Absatz (1) Buchstabe b) wer­den auf der Basis der entsprechenden Noten im Notensystem nach Absatz (1) Buchstabe a) durch den Prü­fungs­aus­schuss festgesetzt.

(1)
Die Master-Ar­beit kann von jeder Prüferin/jedem Prüfer (§ 7), die/der hauptamtlich am Fachbereich Chemie der Uni­ver­si­tät Dort­mund in ei­nem der Grundlagenfächer (An­or­ga­ni­sche, Organische und Physikalische Chemie) der Chemie tätig ist, betreut wer­den. Die Master-Ar­beit kann auch durch jede Prüferin/jeden Prüfer (§ 7) betreut wer­den, die/der regelmäßig für diesen Stu­di­en­gang Lehr­ver­an­stal­tun­gen durch­führt und durch Beschluss des Prüfungsausschusses mit den in Satz 1 genannten Prüferinnen/Prüfern gleichgestellt ist.

(2)
Voraussetzung für die Zulassung zur Master-Ar­beit ist neben dem Vorliegen der Zulassung zur Master-Prüfung (§8)

  • der erfolgreiche Erwerb von 74 Leistungspunkten,
  • der erfolgreiche Abschluss aller Studienmodule, die Praktika beinhalten,
  • die An­mel­dung zur Teil­nah­me an der Prüfung/Erbringung der Prüfungsleistung für alle Studienmodule, die nach Studienplan im dritten Fach­se­mes­ter ab­ge­schlos­sen wer­den.

(3)
Der Antrag auf Zulassung zur Master-Ar­beit soll un­mit­tel­bar nach Beenden des Forschungspraktikums im dritten Fach­se­mes­ter gestellt wer­den. Er ist schriftlich über die Abteilung für Einschreibungs- und Prüfungs­angelegen­heiten der Uni­ver­si­tät Dort­mund an die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten. Dem Antrag sind beizufügen:• die er­for­der­lichen Nachweise zum Vorliegen aller Voraus­set­zun­gen nach Absatz (2), soweit diese nicht bei der Abteilung für Einschreibungs- und Prüfungs­angelegen­heiten  der Uni­ver­si­tät Dort­mund vorliegen, • ein Vorschlag für die Betreuerin/den Betreuer der Master-Ar­beit, die/der zugleich erste Prüferin/erster Prüfer für die Master-Ar­beit sein soll,

  • ein mit der Betreuerin/dem Betreuer abgestimmter Vorschlag für das The­ma der Master-Ar­beit,
  • die Versicherung der Betreuerin/des Betreuers, dass die gestellte Aufgabe in der vorgesehenen Regelzeit nach Absatz (7) bearbeitet wer­den kann.

Die Abteilung für Einschreibungs- und Prüfungs­angelegen­heiten reicht nach Prüfen des Vorliegens aller Zulassungsvoraussetzungen nach Absatz (2) den Antrag mit allen Unterlagen an die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses weiter.

(4)
Die Zulassung erfolgt durch den Prü­fungs­aus­schuss. Sie darf nur verweigert wer­den, wenn eine der Zulassungsvoraussetzungen nach Absatz (2) nicht erfüllt ist oder das Stu­di­um der Kandidatin/des Kandidaten erkennbar nicht die erforderliche fachliche Basis für die sachgerechte Bearbeitung der gestellten Aufgabe bildet. In dem letztgenannten Fall entscheidet der Prü­fungs­aus­schuss nach Anhörung der Kandidatin/des Kandidaten und der Betreuerin/des Betreuers. Eine ablehnende Entscheidung des Prüfungsausschusses ist der Kandidatin/dem Kandidaten unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit ei­nem Rechtsbehelf zu versehen.

(5)
Die Ausgabe des Themas erfolgt über die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Der Zeitpunkt der Ausgabe ist aktenkundig zu ma­chen. Zugleich wird der Termin für die Abgabe der Master-Ar­beit unter angemessener Be­rück­sich­ti­gung des Arbeitsaufwandes für die noch abzuschließenden Studienmodule gemäß Absatz (7) festgesetzt sowie der Termin für das Kolloquium. Dieser soll innerhalb der Vorlesungszeit nicht später als 2 Wochen nach dem Abgabetermin, in der vorlesungsfreien Zeit nicht später als 4 Wochen nach dem Abgabetermin liegen.

(6)
Auf Antrag der Kandidatin/des Kandidaten sorgt der Prü­fungs­aus­schuss dafür, dass sie/er rechtzeitig eine Betreuerin/einen Betreuer und ein The­ma für die Master-Ar­beit er­hält.

(7)
Die Bearbeitungszeit für die Master-Ar­beit beträgt 6 Monate. Sie beginnt mit der Ausgabe des Themas und endet mit dem durch den Prü­fungs­aus­schuss festgesetzten Abgabetermin (siehe Absatz (4)). Zur Be­rück­sich­ti­gung des Arbeitsaufwands für die noch abzuschließenden Studienmodule wird die Anzahl der Kalendertage zwischen dem Ausgabedatum oder dem Beginn der Ver­an­stal­tung und dem jeweils ersten Prüfungstermin (es gilt der jeweils kürzere Zeitraum) für jeden der Studienmodule um 4 vom Hundert pro zu erbringendem Leistungspunkt gekürzt angerechnet.

(8)
Im Einzelfall kann der Prü­fungs­aus­schuss auf begründeten Antrag die Bearbeitungszeit aus­nahms­weise um höchs­tens 6 Wochen verlängern, wenn die für die Verlängerung angeführten Gründe nicht durch die Kandidatin/den Kandidaten zu vertreten sind. In diesem Fall wird auch ein neuer Termin für das Kolloquium angesetzt.

(9)
Das The­ma kann nur einmal und nur innerhalb der ersten vier Wochen der Bearbeitungszeit zurückgegeben wer­den.

(10)
Der Umfang der Master-Ar­beit soll in der Regel 60 DIN-A4-Seiten nicht übersteigen.

(11)
Bei der Abgabe der Master-Ar­beit hat die Kandidatin/der Kandidat schriftlich zu versichern, dass sie/er die Ar­beit selbständig verfasst, keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie Zitate unter Angabe der Quelle kenntlich ge­macht hat.

(1)
Die Master-Ar­beit ist fristgerecht zum festgesetzten Abgabetermin bei der Abteilung für Einschreibungs- und Prüfungs­angelegen­heiten der Uni­ver­si­tät Dort­mund in dreifacher Ausfertigung einzureichen; der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu ma­chen. Bei Posteinlieferung gilt das Datum des Poststempels. Wird die Master-Ar­beit nicht fristgerecht eingereicht, wird sie mit „nicht aus­rei­chend“ (5,0) be­wer­tet. Die Abteilung für Einschreibungs- und Prüfungs­angelegen­heiten leitet je ein Exemplar an die beiden Prüferinnen/Prüfer und die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses weiter.

(2)
Die Master-Ar­beit ist unabhängig von zwei Prüferinnen/Prüfern zu be­wer­ten, wenn die Voraus­set­zun­gen zur Annahme und Bewertung nach § 11 Abs. (5) vorliegen. Erste Prüferin/erster Prüfer ist in der Regel die Betreuerin/der Betreuer der Ar­beit. Die zweite Prüferin/der zweite Prüfer wird von der/dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bei der Ausgabe des Themas bestimmt und der Abteilung für Einschreibungs- und Prüfungs­angelegen­heiten der Uni­ver­si­tät Dort­mund mitgeteilt. Sofern zwingende Gründe dies erfordern, kann der Prü­fungs­aus­schuss im Einzelfall abweichend von § 7 Abs. (1) auch Pro­fesso­rin­nen/Pro­fes­soren oder Hochschuldozentinnen/Hochschuldozenten anderer Uni­ver­si­tä­ten als zweite Prüferin/zwei­ten Prüfer zulassen. Mindestens eine/einer der Prüferinnen/Prüfer muss hauptamtlich am Fachbereich Chemie der Uni­ver­si­tät Dort­mund tätig sein.

(3)
Die Bewertung ist entsprechend § 12 Abs. (1) Buchstabe a) vorzunehmen und schriftlich zu begründen. Bei nicht übereinstimmender Bewertung durch die beiden Prüferinnen/Prüfer wird die Note der Master-Ar­beit aus dem arithmetischen Mittel der beiden Noten gebildet, sofern die Differenz höchs­tens 1,0 beträgt. Beträgt die Differenz 1,3 oder mehr, so wird vom Prü­fungs­aus­schuss nach Anhörung beider Prüferinnen/Prüfer die Note festgesetzt, bei Bedarf unter Hinzuziehung einer dritten Prüferin/eines dritten Prüfers. Die Master-Ar­beit kann jedoch nur dann mit „aus­rei­chend“ (4,0) oder besser be­wer­tet wer­den, wenn beide Prüferinnen/Prüfer, bei Hinzuziehung einer dritten Prüferin/eines dritten Prüfers min­des­tens zwei Prüferinnen/Prüfer einer Bewertung mit min­des­tensaus­rei­chend“ (4,0) zustimmen.

(4)
Die Bewertung der Master-Ar­beit ist der Kandidatin/dem Kandidaten in der Regel spätestens 6 Wochen nach der Abgabe bzw. nach Vorliegen der Voraus­set­zun­gen nach § 11 Abs. (5) mitzuteilen.

(1)
In dem Kolloquium be­rich­tet die Kandidatin/der Kandidat fachbereichsöffentlich über das von ihr/ihm in der Master-Ar­beit durchgeführte Projekt und die dabei erhaltenen Er­geb­nisse. Als Prüfungskommission müs­sen anwesend sein

  • die Betreuerin/der Betreuer der Ar­beit als erste Prüferin/erster Prüfer und Vorsitzende/Vorsitzender der Prüfungskommission,
  • eine wei­tere Prüferin/ein weiterer Prüfer aus ei­nem anderen, möglichst verwandten Fach­ge­biet der Chemie; dies kann die zweite Prüferin/der zweite Prüfer für die Master-Ar­beit sein, sofern diese/dieser nicht demselben Fach­ge­biet angehört,
  • zwei sachkundige Beisitzerinnen/Beisitzer (§ 7), die von der/dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses im Benehmen mit den Prüferinnen/Prüfern benannt wer­den. Eine/einer der Beisitzerinnen/Beisitzer hält die wesentlichen Gegenstände der Diskussion in ei­nem Protokoll fest.

(2)
Das Kolloquium dauert in der Regel 45 Minuten (min­des­tens 30 und höchs­tens 60 Minuten), davon soll der Bericht nicht mehr als 20 Minuten beanspruchen. Mindestens die Hälfte der vorgesehenen Gesamtdauer ist für die Diskussion des Vortragsinhalts vorzusehen.

(3)
Die Betreuerin/der Betreuer der Master-Ar­beit leitet die Diskussion. Sie/er kann Fragen zum Inhalt des Berichts und zu der im Bericht ver­wen­de­ten Argumentation von allen Zuhörerinnen/Zuhörern zulassen. Fragen der Prüferinnen/Prüfer und Beisitzerinnen/Beisitzer haben dabei Vorrang.

(4)
Unmittelbar nach Abschluss der Diskussion berät die Prüfungskommission unter Ausschluss der Öf­fent­lich­keit über die Bewertung des Kolloquiums. Hierbei sollen ins­be­son­de­re berücksichtigt wer­den

  • Form und Inhalt des Berichts,
  • die fachliche Qua­li­tät der Antworten in Bezug auf die jeweils gestellte Fra­ge,
  • die Breite und Fundierung des in der Diskussion dargebotenen Fachwissens,
  • die ins­ge­samt gezeigte Diskussionsfähigkeit.

Über die zu vergebende Note nach § 12 Abs. (1) Buchstabe a) soll möglichst im Konsens entschieden wer­den. Kann kein Konsens hergestellt wer­den, wer­den die Notenvorschläge der Mitglieder der Prüfungskommission gemittelt, wobei die Vorschläge der beiden Prüferinnen/Prüfer mit doppeltem Gewicht berücksichtigt wer­den. Die diesem Mittelwert am nächsten liegende, nach § 12 Abs. (1) Buchstabe a) zulässige Note wird dann als Bewertung des Kolloquiums festgesetzt. Das Kolloquium kann nur dann mit „aus­rei­chend“ (4,0) oder besser be­wer­tet wer­den, wenn höchs­tens ein Mit­glied der Prüfungskommission für „nicht aus­rei­chend“ stimmt.

(5)
Versucht eine Zuhörerin/ein Zuhörer das Kolloquium zu stören, kann die/der Vorsitzende diese Zuhörerin/diesen Zuhörer in der Regel nach Abmahnung von der wei­te­ren Teil­nah­me ausschließen.

(1)
Kandidatinnen/Kandidaten, bei denen eine be­son­de­re Qualifikation für die Pro­mo­ti­on erkennbar ist, kön­nen auf Antrag in den Promotionsstudiengang der „Graduate School of Chem­is­try“ des Fachbereichs Chemie der Uni­ver­si­tät Dort­mund wechseln. Der Antrag kann nur einmal und nur un­mit­tel­bar nach Vollendung des dritten Studiensemesters und bis zu zwei Wochen nach Beginn der Vorlesungszeit des vierten Studiensemesters in diesem Stu­di­en­gang gestellt wer­den. Der Antrag ist an den Vorsitzenden des Vorstandes der Graduate School zu richten. Das An­trags­ver­fah­ren ist in § ## der Prüfungsordnung für den Promotionsstudiengang an der Graduate School of Chem­is­try des Fachbereichs Chemie der Uni­ver­si­tät Dort­mund geregelt.

(2)
Bei einer Auf­nah­me in den Promotionsstudiengang der Graduate School of Chem­is­try entfallen die in diesem Stu­di­en­gang durch diese Prüfungsordnung oder die Studienordnung für diesen Stu­di­en­gang geforderten, noch nicht abgeschlossenen oder nicht erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen.

(3)
Die Kandidatin/der Kandidat er­hält ein Zeugnis über die in diesem Stu­di­en­gang erbrachten Studienleistungen, das den Vermerk enthält „Stu­di­en­gang durch Auf­nah­me in den Promotionsstudiengang beendet“. Dieses Zeugnis trägt das Datum der Auf­nah­me in den Promotionsstudiengang. Auf Antrag der Kandidatin/des Kandidaten ist ein Wiedereintritt in diesen Stu­di­en­gang unter An­er­ken­nung der bis zur Auf­nah­me in den Promotionsstudiengang erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen mög­lich. Im Promotionsstudiengang erbrachte Studien-, Prüfungs- und Forschungsleistungen wer­den auf die für den er­folg­rei­chen Abschluss dieses Studienganges noch zu erbringenden Studien- und Prüfungsleistungen nach § 18 Abs. (1) – (3) angerechnet, soweit sie nicht Be­stand­teil einer er­folg­reich abgeschlossenen Pro­mo­ti­on waren.

(1)
Eine Prüfung/Prüfungsleistung zur Erlangung der Leistungspunkte für ein Studienmodul sowie das Kolloquium kann, sofern sie/es mit „nicht aus­rei­chendbe­wer­tet wurde oder als mit „nicht aus­rei­chendbe­wer­tet gilt, zweimal wie­der­holt wer­den. Die Form der Wiederholungsprüfung richtet sich nach der Form der nicht bestandenen Prüfung. Eine dritte Wiederholung ist nicht zulässig.

(2)
Wird bei einer Prüfung in Form einer Klausur auch die zweite Wiederholungsprüfung nicht bestanden, findet eine münd­li­che Nachprüfung statt, bei deren Bestehen aus­schließ­lich die Note „aus­rei­chend“ (4,0) ver­ge­ben wer­den kann. Diese Nachprüfung ist Be­stand­teil der zwei­ten Wiederholung.

(3)
Die Master-Ar­beit kann bei nicht ausreichender Bewertung höchs­tens einmal wie­der­holt wer­den. Bei der Wiederholung ist die Rückgabe des Themas gemäß §13 Abs. (9) nur zulässig, wenn die Kandidatin/der Kandidat bei der Anfertigung der nicht er­folg­rei­chen Master-Ar­beit von dieser Mög­lich­keit keinen Gebrauch ge­macht hat.

(4)
Lässt eine Kandidatin/ein Kandidat nach einer erstmals nicht er­folg­reich absolvierten Prüfung/Prüfungsleistung zu ei­nem Studienmodul die folgenden drei Prüfungstermine oder im Fall von § 5 Abs. (4) den letzten Prüfungstermin ohne wei­te­ren Prüfungsversuch verstreichen oder unternimmt in dieser Zeit nur einen wei­te­ren nicht er­folg­rei­chen Prüfungsversuch, so wird dieses Studienmodul für die Kandidatin/den Kandidaten gesperrt, es sei denn, sie /er weist nach, dass sie/er das Versäumnis nicht zu vertreten hat. Hierbei sind die gesetzlichen Vorschriften über die Mutterschutzfrist und den Erziehungsurlaub zu beachten. Die er­for­der­lichen Feststellungen trifft der Prü­fungs­aus­schuss. Studienmodule mit Sperrvermerk sind durch andere nach dieser Prüfungsordnung oder der Studienordnung für diesen Stu­di­en­gang zulässige Module zu ersetzen. Werden für eine Kandidatin/einen Kandidaten Studienmodule im Gesamtumfang von min­des­tens 8 Leistungspunkten gesperrt, wird sie/er vom Prü­fungs­aus­schuss aufgefordert, sich einer Stu­dien­be­ra­tung durch die Studienfachberaterin/den Stu­di­en­fach­be­ra­ter und eine/einen hauptamtlich am Fachbereich tätige Professorin/tätigen Professor, die/der vom Prü­fungs­aus­schuss benannt wird, zu unter­zie­hen.

(5)
Die Master-Prüfung ist endgültig nicht bestanden, wenn für eine mit „nicht aus­rei­chend“ bewertete Prüfungsleistung nach Absatz (1) oder (3) keine Wiederholungsmöglichkeit mehr besteht oder aufgrund von Absatz (4) die Wahlmöglichkeiten für die nach dieser Prüfungsordnung  oder der Studienordnung für diesen Stu­di­en­gang er­for­der­lichen Studienmodule erschöpft sind.

(1)
Studienzeiten in dem gleichen Stu­di­en­gang an anderen Uni­ver­si­tä­ten im Geltungsbereich des Grundgesetzes und dabei erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen wer­den von Amts wegen angerechnet.

(2)
Studienzeiten und Studien- und Prüfungsleistungen in anderen Stu­di­en­gän­gen oder an anderen Hoch­schu­len im Geltungsbereich des Grundgesetzes wer­den angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studien- und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und in den An­for­de­run­gen denjenigen dieses Studiengangs an der Uni­ver­si­tät Dort­mund im Wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen.

(3)
Studienzeiten sowie Studien- und Prüfungsleistungen, die an ausländischen Hoch­schu­len erbracht wurden, wer­den auf Antrag angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. Hierbei sind die von der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie die Grundsätze aus Absatz (2) Satz 2 und 3 zu beachten. Zweifel an der Gleichwertigkeit sind unter Einschluss der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen zu klären.

(4)
Im Rah­men von ECTS an einer Gasthochschule erworbene Leistungspunkte (Credits) wer­den un­mit­tel­bar angerechnet, sofern vor Antritt des Stu­di­ums an der Gasthochschule durch eine schrift­li­che Vereinbarung zwischen der Studentin/dem Studenten, einer/ei­nem Beauftragten des Prüfungsausschusses des Fachbereichs Chemie der Uni­ver­si­tät Dort­mund und einer Vertreterin/ei­nem Ver­tre­ter des Lehrkörpers der Gasthochschule festgelegt wurde, zu welchen Studienmodulen die an der Gasthochschule absolvierten Lehr­ver­an­stal­tun­gen äquivalent sind.

(5)
Für die Anrechnung von Studienzeiten sowie Studien- und Prüfungsleistungen in staatlich an­er­kann­ten Fernstudien oder in vom Land Nordrhein-Westfalen in Zu­sam­men­arbeit mit den anderen Ländern und dem Bund entwickelten Fernstudieneinheiten gelten die Absätze (1) und (2) sinngemäß. Bei der Feststellung der Gleichwertigkeit sind gemeinsame Beschlüsse der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz und der Hochschulrektorenkonferenz zu berücksichtigen.

(6)
Zuständig für die Anrechnung von Studienzeiten und Studien- und Prüfungsleistungen nach den Absätzen (1) bis (5) ist der Prü­fungs­aus­schuss. In Zweifelsfällen sind vor der Feststellung der Gleichwertigkeit zuständige Fachvertreterinnen oder Fachvertreter zu hören.

(7)
Durch Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die aufgrund der Bestimmungen in Absatz (4) anzurechnen sind, kön­nen höchs­tens 30 Leistungspunkte, ins­ge­samt nach den Absätzen (1) bis (5) höchs­tens 35 Leistungspunkte für diesen Stu­di­en­gang erworben wer­den.

(1)
Eine Prüfung/Prüfungsleistung gilt als mit „nicht aus­rei­chend” (5,0) be­wer­tet, wenn die Kandidatin/der Kandidat ohne triftigen Grund entweder zu ei­nem Prüfungstermin nicht erscheint, nach Beginn der Prüfung von der Prüfung zurücktritt oder eine schrift­li­che Prüfungsleistung nicht fristgerecht einreicht.

(2)
Der für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachte Grund muss dem Prü­fungs­aus­schuss unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft ge­macht wer­den. Bei Krank­heit der Kandidatin/des Kandidaten ist ein ärztliches Attest vorzulegen, aus dem sich die Befundtatsachen ergeben, die in allgemeinverständlicher Form die Prüfungsunfähigkeit belegen. Erkennt der Prü­fungs­aus­schuss den Grund nicht an, wird der Kandidatin/dem Kandidaten dies schriftlich mitgeteilt.

(3)
Eine Prüfung/Prüfungsleistung gilt als mit „nicht aus­rei­chend“ (5,0) be­wer­tet, wenn

  • eine Kandidatin/ein Kandidat versucht, dass Ergebnis ihrer/seiner Prüfungsleistung durch Täuschung, z.B. durch Benutzen nicht erlaubter Hilfsmittel, zu be­ein­flus­sen,
  • eine Kandidatin/ein Kandidat den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört und deshalb – in der Regel nach Abmahnung – von der Prüferin/dem Prüfer oder der/dem/den jeweils Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfung aus­ge­schlos­sen wird.

In beiden Fällen sind die Gründe aktenkundig zu ma­chen. Die Kandidatin/der Kandidat kann innerhalb einer Frist von 2 Wochen durch schriftlichen Einspruch verlangen, dass die Entscheidung vom Prü­fungs­aus­schuss überprüft wird.

(4)
Gilt eine Prüfung/Prüfungsleistung als mit nicht aus­rei­chend be­wer­tet, erteilt die/der Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Kandidatin/dem Kandidaten hierüber einen schriftlichen Bescheid.

(5)
In be­son­ders schwerwiegenden Fällen ins­be­son­de­re von gemeinschaftlich geplanter und durchgeführter Täuschung oder Störung kann – unbeschadet einer eventuellen strafrechtlichen Verfolgung – den an dem Täuschungsversuch oder der Störung beteiligten Per­so­nen auf Beschluss des Prüfungsausschusses der Anspruch auf Prüfung am Fachbereich Chemie der Uni­ver­si­tät Dort­mund endgültig entzogen wer­den.

(6)
Der Prü­fungs­aus­schuss teilt dem Kandidaten/der Kandidatin belastende Ent­schei­dun­gen und ih­re Begründung unverzüglich schriftlich mit. Vor der Entscheidung ist der Kandidatin/dem Kandidaten Ge­le­gen­heit zu rechtlichem Gehör zu ge­ben.

(1)
Die Kandidatin/der Kandidat kann vor Abschluss der letzten Prüfung gemäß § 11 in wei­te­ren als den vorgeschriebenen Fächern sich einer Prüfung unter­zie­hen (Zusatzfächer).

(2)
Die Er­geb­nisse der Prüfungen in Zusatzfächern wer­den auf Antrag der Kandidatin/des Kandidaten in das Zeugnis auf­ge­nom­men, jedoch bei der Festsetzung der Gesamtnote nicht berücksichtigt.

(1)
Hat die Kandidatin/der Kandidat die Master-Prüfung bestanden, so wird ihr/ihm möglichst innerhalb von 4 Wochen nach Bekanntgabe der Bewertung der letzten Prüfungsleistung ein Zeugnis in deutscher und englischer Spra­che ausgestellt. Das Zeugnis enthält

  1. die Bezeichnung der Prüfungsfächer (§ 11) und die zugehörigen Fachnoten,
  2. das The­ma der Master-Ar­beit, die Namen der Prüferinnen/Prüfer, die von den Prüferinnen/Prüfern jeweils gegebenen Noten bzw. im Fall von § 14 Abs. (3) die vom Prü­fungs­aus­schuss festgesetzte Note,
  3. die Note des Kolloquiums jeweils ein­schließ­lich der Anzahl der zugeordneten Leistungspunkte sowie
  4. die Gesamtnote in beiden Notensystemen.
  5. Auf Antrag der Kandidatin/des Kandidaten wer­den die Zusatzfächer (§ 20) und die in ihnen erreichten Prüfungsergebnisse im Zeugnis ausgewiesen.

Die Noten nach dem Notensystem gemäß § 12 Abs. (1) Buchstabe a) wer­den sowohl verbal als auch numerisch mit einer Kommastelle angegeben.

(2)
Dem Zeugnis wird eine Aufstellung der er­folg­reich absolvierten Studienmodule mit den gemäß § 10 erworbenen Leistungspunkten und ihrer Benotung sowie ihrer Zuordnung zu den Prüfungsfächern und dem Wahlpflichtbereich als Anhang („Diploma supplement“) beigefügt.

(3)
Das Zeugnis ist von der/dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen und mit dem Siegel des Fachbereichs zu versehen. Es trägt das Datum, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht wurde.

(4)
Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird der Kandidatin/dem Kandidaten die zweisprachige Urkunde (deutsch und englisch) über die Verleihung des Grades „Master of Science in Chemischer Biologie (M. Sc. Chem. Biol.)“ ausgehändigt. Die Urkunde wird von der Dekanin/dem Dekan des Fachbereichs Chemie unterzeichnet und mit dem Siegel des Fachbereichs versehen. Sie trägt das Datum des Zeugnisses.

(5)
Ist die Master-Prüfung endgültig nicht bestanden, erteilt die/der Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Kandidatin/dem Kandidaten hierüber einen schriftlichen Bescheid, auf Antrag mit einer Aufstellung der er­folg­reich erworbenen Leistungspunkte. Dazu sind die entsprechenden Nachweise und die Exmatrikulationsbescheinigung vorzulegen. Dieser Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

III. Schlussbestimmungen

(1)
Hat die Kandidatin/der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung der Master-Urkunde und des Zeugnisses bekannt, kann der Prü­fungs­aus­schuss nachträglich die Noten für diejenigen Prüfungsleistungen, bei deren Erbringung die Kandidatin/der Kandidat getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Master-Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären.

(2)
Waren die Voraus­set­zun­gen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne dass die Kandidatin/der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat die Kandidatin/der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, entscheidet der Prü­fungs­aus­schuss unter Beachtung des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen vom 21. De­zem­ber 1976 (GV. NW. S. 438) in der jeweils geltenden Fassung über die Rechtsfolgen.

(3)
Vor einer Entscheidung ist der/dem Betroffenen Ge­le­gen­heit zu rechtlichem Gehör zu ge­ben.

(4)
Das unrichtige Prüfungszeugnis und die Urkunde sind einzuziehen und gegebenenfalls durch neue zu ersetzen. Eine Entscheidung nach Absatz (1) und Absatz (2) Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren nach Aus­stel­lung des Prüfungszeugnisses aus­ge­schlos­sen.

(1)
Nach Bekanntgabe der Er­geb­nisse einer Prüfungsklausur wird eine Einsicht in die Klausur gewährt. Zeit und Ort der Einsichtnahme wer­den von der Prüferin/dem Prüfer festgelegt und spätestens mit der Bekanntgabe des Ergebnisses durch Aushang bekannt gegeben.

(2)
Die Einsicht in die wei­te­ren schriftlichen Prüfungsleistungen, die darauf bezogenen Gutachten sowie in die Prüfungsprotokolle wird der Kandidatin/dem Kandidaten auf Antrag gewährt.

Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses bei der/dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. Die/der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestimmt Ort und Zeit der Einsichtnahme.

Der verliehene Mastergrad kann aberkannt wer­den, wenn sich nachträglich herausstellt, dass er durch Täuschung erworben worden ist oder wenn wesentliche Voraus­set­zun­gen für die Verleihung irrtümlich als gegeben angesehen worden sind. Über die Aberkennung entscheidet der Fachbereichsrat des Fachbereichs Chemie.

(1)
Diese Prüfungsordnung tritt am 01.10.2003 in Kraft.

(2)
Diese Prüfungsordnung wird in den Amtlichen Mitteilungen der Uni­ver­si­tät Dort­mund ver­öf­fent­licht.

Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse des Fachbereichsrates Chemie vom 24.09.2003 und des Rektorats der Uni­ver­si­tät Dort­mund vom 04.06.2003.

 

Dort­mund, 25. September 2003
Der Rektor
der Uni­ver­si­tät Dort­mund
Universitätsprofessor
Dr. Eberhard Becker

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.