Zum Inhalt

α-Synuclein verändert die Konformation nicht-kanonischer DNA-Strukturen

-
in
  • Neues aus der Fa­kul­tät 2020
Sanjub Mukherjee und Jim-Marcel Knop im Labor © AK-Winter​/​TU Dort­mund

Während die meisten Proteine im menschlichen Körper eine definierte 3D-Struk­tur aufweisen, liegt das 14 kDa kleine Protein α-Synuclein in einer weitestgehend regellosen Anordnung vor. Hierdurch ist es für irreversible Aggregation anfällig. Das aggregierte Protein lagert sich bei Parkinson-Patienten in den Nervenzellen ab. Der Mechanismus der Neurotoxizität ist jedoch nicht vollständig geklärt. Da α-Synuclein auch im Zellkern vorkommt, könnten Wechsel­wir­kungen zwischen DNA und α-Synuclein ebenfalls eine Rolle spielen.

Grafikillustration © AK-Winter​/​TU Dort­mund

In einer neuen Studie unter der Leitung von Prof. Roland Winter konnte erstmals gezeigt wer­den, dass α-Synuclein auch die Konformation von G-Quadruplexen und i-Motiven be­ein­flusst. Diese Guanin- bzw. Cytosin-reichen nicht-kanonischen Nukleinsäurestrukturen kom­men vor allem in den Telomeren und Promotorregionen der DNA vor und tragen damit zur epigenetischen Steuerung der Zellmaschinerie bei. Damit trägt die Ar­beit ein wei­te­res Puzzlestück zum Ver­ständ­nis der komplexen Ursachen neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ver Krank­hei­ten bei und hilft somit bei der Ent­wick­lung ge­eig­ne­ter Therapieansätze. Gefördert wurde das Projekt durch die Deutsche Forschungs­gemein­schaft (DFG) im Rah­men des Exzel­lenz­clus­ters RESOLV. Die Ar­beit wurde im re­nom­mier­ten Journal of the American Chemical Society ver­öf­fent­licht.

Original-Publikation:

”Remodeling of the Conformational Dynamics of Noncanonical DNA Structures by Monomeric and Aggregated α‑Synuclein”
J.-M. Knop, S. K. Mukherjee, R. Oliva, S. Möbitz, R. Winter,
J. Am. Chem. Soc. 2020, 142, 18299−18303, DOI: 10.1021/jacs.0c07192

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.