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Neues aus der Fakultät

Archiv 2019

Optische Kontrolle der Transkription von DNA

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  • Neues aus der Fakultät 2019
Darstellung der optischen Kontrolle der Transkription © CCB​/​TU Dortmund

In einer aktuellen Pub­li­ka­tion in der Fachzeitschrift ChemBioChem präsentiert die Arbeitsgruppe um Prof. Susanne Brakmann die erfolgreiche Insertion einer lichtschaltbaren Domäne („light-oxygen-voltage“-Domäne, LOV) an verschiedenen Positionen einer RNA-Polymerase unter Erhalt der enzymatischen Aktivität. Die interne Fusion der LOV-Domäne ermöglicht die gezielte Steuerung der Polymerase-Aktivität, die – je nach Insertionsposition – erhöht oder erniedrigt werden kann.

Natürliche, auf Licht reagierende Proteine ändern oftmals ihre drei-dimensionale Struktur, wenn sie mit Licht bestrahlt werden. Sind diese Proteine mit einem weiteren Protein, z. B. einem Enzym, kovalent verbunden, kann deren Aktivität durch die Änderung der Gesamtfaltung beeinflusst werden. Da Licht zudem mit hoher Präzision eingesetzt werden kann, sind Licht-schaltbare Proteine zunehmend von Interesse für die biochemische und medizinische Forschung.

 Susanne Brakmann und Mit­ar­bei­ter/innen haben untersucht, wie die durch Licht ansprechbare „light-oxygen-voltage“-(LOV)-Proteindomäne so mit der RNA-Polymerase des Bakteriophagen T7 (T7 RNAP) kovalent verknüpft werden kann, dass die Aktivität des Enzyms durch Bestrahlung mit Licht gezielt steuerbar wird. Die Lichtschaltbarkeit der LOV-Domäne beruht auf der Entfaltung eines helicalen Abschnitts (Ja; im Bild lavendelfarben). Diese kleine Strukturänderung wird an die Polymerase (im Bild gelb/grau) weitergegeben und beeinflusst dort die Wechselwirkungen mit den Substraten (DNA, NTPs) und dem Produkt (RNA).

 Das Team fand heraus, dass die LOV-Domäne unter (weitgehendem) Erhalt der Enzymaktivität an verschiedenen Positionen der T7 RNAP insertiert werden kann. Je nach Insertionsposition konnte die Aktivität durch Bestrahlung mit blauem Licht (470 nm) entweder erhöht oder erniedrigt werden. – Die neuen Polymerasevarianten sind nützliche Werkzeuge für die Untersuchung von RNA und DNA in zel­lu­lä­ren und krankheitsbezogenen Prozessen.

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Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

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