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Drei CCB-Wissenschaftler*innen ins Junge Kolleg aufgenommen

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  • Neues aus der Fakultät 2022
Portrait Urner, Kreidt, Hansmann © v.l. Aliona Kardash, Julia Wisswesser, Martina Hengesbach

Insgesamt 17 Wissenschaftler*innen und Künstler*innen werden ab 2023 für ihre herausragenden Leistungen in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wis­sen­schaf­ten und der Künste aufgenommen. Unter ihnen sind gleich drei Forscher*innen von der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie der TU Dortmund: JProf. Max Hansmann, Dr. Elisabeth Kreidt und Dr. Leonhard Urner. Sie profitieren von dem Förderprogramm für den wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs – und von einem jährlichen Stipendium in Höhe von je 10.000 Euro.

JProf. Max Hansmann widmet sich unter anderem der Grundlagenforschung in der Organischen Chemie: Er erforscht die Synthese und Eigenschaften von fundamental neuen Verbindungsklassen basierend auf dem Element Kohlenstoff. Sein Ziel ist es, durch Polarisierung der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung hoch reaktive und schwer fassbare Stoffklassen zu stabilisieren. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeitsgruppe ist die Synthese neuer organischer Redoxsysteme und deren Anwendung als Photokatalysatoren oder im Bereich der Energiespeicherung. Hansmann ist seit 2019 Juniorprofessor an der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie der TU Dortmund. Seit 2020 leitet er eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe. Im November 2022 warb er einen ERC Starting Grant ein: Der Europäische Forschungsrat fördert seine Arbeit mit rund 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre. Hansmann hat an der Universität Heidelberg studiert und promoviert. Anschließend forschte er an der University of California San Diego und an der Universität Göttingen.

Dr. Elisabeth Kreidt forscht im Bereich der Lanthanoiden-Koordinationschemie. Sie untersucht, wie durch den Einsatz von Licht die physikalischen Eigenschaften der Lanthanoide, einer besonderen Gruppe von Metallen, in molekularen Ver­bin­dun­gen verändert werden können. Solche Stoffe könnten unter anderem als smarte Kontrastmittel in der Magnetresonanztomographie (MRT) Anwendung finden und dort zukünftig einen wesentlich gezielteren Einsatz im Körper der Patient*innen erlauben. Kreidt kam im Frühjahr 2022 im Rahmen des Rück­kehr­pro­gramms des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft von der University of Manchester an die TU Dortmund. Das Land fördert ihre unabhängige Nachwuchsforschungsgruppe seither für fünf Jahre mit 1,25 Millionen Euro. Elisabeth Kreidt hat an der Ruhr-Universität Bochum studiert und an der Universität Tübingen promoviert.

Dr. Leonhard Urner forscht im Bereich der Organischen und Supramolekularen Chemie. Sein Ziel ist es, die molekularen Eigenschaften von Seife zu verstehen und zu kontrollieren. Erst kürzlich hat er ein Verfahren mitentwickelt, mit dem man neue Seifen für die Medikamentenforschung herstellen kann: Die neuen Seifen lösen empfindliche Proteine aus Biomembranen heraus, damit diese für ihren Einsatz in der Wirk­stoff­for­schung genau untersucht werden können. Weitere Anwendungsfelder von Urners Forschung sind antibakterielle Wirk­stof­fe und antibakterielle Kombinationstherapien. Auch Dr. Leonhard Urner kam im Frühjahr 2022 im Rahmen des Rück­kehr­pro­gramms des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft an die TU Dortmund. Zuvor hatte er als Postdoc an der University of Oxford gearbeitet. Das Land fördert seine Nachwuchsforschungsgruppe ebenfalls für fünf Jahre mit 1,25 Millionen Euro. Seine wissenschaftliche Laufbahn startete Leonhard Urner an der Freien Universität Berlin, wo er studierte und promovierte.

Über das Junge Kolleg

Das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wis­sen­schaf­ten und der Künste gibt es seit 2006. Das Stipendienprogramm steht Promovierten aller Fachrichtungen sowie künstlerischen Talenten offen, die nicht älter als 36 Jahre sind. Voraussetzung für die Mitgliedschaft sind zusätzlich zur Promotion herausragende wissenschaftliche oder künstlerische Leistungen. Die Stipendiat*innen können sich mit anderen Forschenden und Kunstschaffenden verschiedenster Fachrichtungen, die auf der gleichen Karrierestufe stehen, austauschen und vernetzen. Die Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW stockt die Anzahl der Plätze im Jungen Kolleg auf: 2023 gibt es drei zusätzliche Plätze, die über die universitäre Nachhaltigkeitsinitiative Humboldtn finanziert werden.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.