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23. Symposium on Chemistry and Science Education

Unter dem Tagungsthema “Science Education Research and Practical Work” trafen sich Chemie- und Naturwissenschaftsdidaktikerinnen und –didaktiker zu einem internationalen Symposium im Internationalen Begegnungszentrum der TU Dortmund. Das IBZ erwies sich dabei als idealer und angenehmer, zugleich auch als ein unkomplizierter Tagungsort.

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Die Symposium-Reihe wurde 1981 vom Dortmunder Chemiedidaktiker Prof. Dr. Hans-Jürgen Schmidt Ins Leben gerufen, um die deutsche Naturwissenschaftsdidaktik international zu öffnen. Ab dem Jahre 2000 führte Prof. Dr. Bernd Ralle (Fakultät CCB) die Tradition gemeinsam mit dem Chemiedidaktiker Prof. Dr. Ingo Eilks (Universität Bremen) fort, die auch in diesem Jahr zum Symposium einluden. Unterstützt wurden sie dabei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie der Gesellschaft der Freunde der TU Dortmund.

Die etwa 80 Forscherinnen und Forscher aus 18 Ländern weltweit wurden von der Dekanin der Fakultät CCB, Prof. Dr. Insa Melle, begrüßt. Sie diskutierten das Thema unter verschiedenen fachdidaktischen Forschungsperspektiven im Rahmen von 19 Vorträgen und 20 Posterbeiträgen. Es wurde unter anderem den folgenden Fragen nachgegangen:

  • Welche Hinweise geben uns aktuelle Forschungsergebnisse zu erfolgreichen Lehr-Lernstrategien in der praktischen Laborarbeit?
  • Welche Kompetenzen erfordert erfolgreiches Lernen mit Experimenten und wie können diese entwickelt werden?
  • Wie lässt sich der Erfolg beim experimentellen Arbeiten bewerten?
  • Welche Rolle spielt der Schulunterricht, welche der informelle Bildungsbereich (z.B. Schülerlabore) bei der Entwicklung von Experimentierkompetenzen?
  • Hat der kulturelle Hintergrund einen Einfluss auf die praktische Arbeit im Labor?
  • Welche Auswirkungen haben aktuelle Forschungsergebnisse auf die Lehrerausbildung?

 In anregenden Diskussionen wurden zentrale Fragen herauskristallisiert, die in nahezu allen Ländern das Lernen von naturwissenschaftlichen Konzepten in Schule und Hochschule  am und mit dem Experiment beeinflussen. Ein wichtiges Ergebnis wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern geteilt: Die Durchführung von Experimenten in Schule und Hochschule führt nicht per se zu Lernerfolgen. Das experimentelle Arbeiten im Labor und seine Bewertung für das Lernen müssen immer in Bezug zum gesamten Lernprozess betrachtet werden (holistic approach). Und dieser erstreckt sich von dem Erkennen einer Fragestellung, dem Formulieren einer Hypothese, über das Nachdenken einer experimentellen Lösungsstrategie und deren Realisierung  bis hin zur Interpretation der Ergebnisse.

Häufig steht im realen Schulunterricht für das Durchlaufen eines solchen Erkenntnisweges zu wenig Zeit zur Verfügung. Internationale Aufmerksamkeit erfahren daher verstärkt die  Möglichkeiten, in außerschulischen Lernorten mit Schülerinnen und Schülern systematisch über einen längeren Zeitraum zu arbeiten. Sie bieten in der Regel andere Freiräume und können daher sowohl für die Weckung von Interesse an Naturwissenschaft und Technik als auch für die Förderung von begabten und besonders interessierten Jugendlichen einen Beitrag leisten.

Neben dem wissenschaftlichen Austausch war auch dafür gesorgt, die Stadt Dortmund und ihre Menschen ein wenig näher kennenzulernen. Im Rahmen des „Early-Arrival-Evenings“ (Alter Markt), des „Welcome-Evenings“ (Hövels Hausbrauerei) sowie des „Conference Dinners“ (am Phönix-See) boten sich reichlich Gelegenheiten, sich über die Stadt und ihre ältere und jüngere Entwicklung auszutauschen.