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Auszeichnungen für Mitglieder der Fakultät

Mitglieder der Fakultät CCB wurden im Rahmen der internationalen Konferenz „12th German Conference on Chemoinformatics“ in Fulda mit Preisen für die beste Masterarbeit (Julia Jasper, Arbeitsgruppe Dr. Oliver Koch), für den besten Vortrag (Tobias Brinkjost, gemeinsam betreut durch Dr. Koch und Prof. Dr. Petra Mutzel, Fakultät für Informatik) und für das beste Poster (Nicolas Tielker, Arbeitsgruppe Prof. Dr. Stefan M. Kast) ausgezeichnet.

Die Fachgruppe CIC (Chemie-Information-Computer) der GDCh führte vom 6. bis 8. November 2016 in Fulda mit der „12th German Conference on Chemoinformatics“ (GCC 16) ihre jährliche internationale Tagung durch. In diesem Rahmen wurden in diesem Jahr drei Mitglieder der Fakultät CCB mit Auszeichnungen geehrt.

Julia Jasper (Arbeitsgruppe Oliver Koch) gewann den „CIC-Preis für Computational Chemistry“ für eine hervorragende Masterarbeit im Fachgebiet der CIC mit dem Titel „Anwendung von Protein-Ligand-Interaktions-Fingerprints für die Analyse und Bewertung von Dockingergebnissen“. Frau Jasper hat in ihrer Masterarbeit eine Software entwickelt, die eine verbesserte Bewertung computergenerierter Bindeposen von kleinen Molekülen in einer Proteinbindetasche erlaubt. Die Bewertung erfolgt auf der Hypothese, dass Liganden eines Proteins unabhängig von der Struktur ein ähnliches Interaktionsmuster zum Protein zeigen. Neben der umfangreichen Validierung der Methode an bekannten Testdatensätzen konnte Frau Jasper auch neue Inhibitoren der BRD4 identifizieren und experimentell validieren.

Tobias Brinkjost (gemeinsam betreut durch Dr. Koch und Prof. Dr. Petra Mutzel, Fakultät für Informatik) hat den Preis für den besten Vortrag im Rahmen der Research Telegrams der Doktoranden gewonnen. Die grundlegende Thematik seiner Arbeit beinhaltet die Ähnlichkeit von Proteinbindetaschen basierend auf ähnlichen Anordnungen von Sekundärstrukturelementen (Ligand-sensing cores) unabhängig vom gesamten Faltungsmuster. Erste Beispiele zeigen, dass ähnliche Ligand-sensing cores ähnliche Molekülgrundgerüste (Scaffolds) binden können. Die Identifizierung dieser Ähnlichkeiten kann also einen erheblichen Einfluss auf das rationale Design neuer Wirkstoffe haben, indem das Wissen über mögliche bindende Scaffolds auf ein neues Zielprotein übertragen werden kann. Herr Brinkjost arbeitet an der Entwicklung einer Methode, um Proteine in Hinblick auf ähnliche Ligand-sensing cores miteinander vergleichen zu können und hat im Rahmen seines Vortrags erste vielversprechende Ergebnisse vorgestellt.

Nicolas Tielker (Doktorand in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stefan M. Kast) erhielt den Preis für das beste Poster auf der Basis seiner Arbeit über physikochemische Eigenschaften von kleinen Molekülen. Im Verlauf der Wirkstoffentwicklung werden neben der Bindungsstärke an Rezeptoren auch wichtige Moleküleigenschaften optimiert, die die Bioverfügbarkeit betreffen. Hierzu gehören physikalisch-chemische Eigenschaften wie Freie Solvatationsenthalpien von Molekülen in wässrigen und nichtwässrigen Medien, die z.B. den Membrandurchtritt beeinflussen. Herr Tielker hat sich der Frage gewidmet, wie man effizient Verteilungsgleichgewichte zwischen solchen Phasen unter Berücksichtigung von veränderlichen Protonierungszuständen berechnen kann (log D). Diese Methodik wurde auch im Rahmen des internationalen SAMPL5-Vorhersagewettbewerbs solcher Parameter erfolgreich eingesetzt.